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Firmen sollen über Jobportal Fachkräfte ersteigernArbeitsmarkt In der Region sind Fachkräfte noch immer teils dringend gesucht. Wie das Online-Portal eines Augsburgers auf ungewöhnliche Weise Abhilfe schaffen soll.Augsburger Allgemeine (Land West), 1 Oct 2020, VON LEONHARD PITZ

In vielen Branchen sind Fachkräfte trotz Corona noch immer gesucht. Ein Augsburger hat deshalb eine besondere Job-Plattform entwickelt.

„Zum ersten, zum zweiten, zum dritten – verkauft! “Wer diesen Satz hört, denkt vermutlich an ein Auktionshaus, indem Gemälde oder antike Vasen gehandelt werden – und nicht an eine Jobbörse. Doch genau das ist die Idee bei Bid4expert24. Auf der Job-Plattform, die ein 41-Jähriger IT-Systemkaufmann aus Augsburg entwickelt hat, sollen Unternehmen den passenden Bewerber finden – und sich im Wettstreit darum gegenseitig überbieten.

Das Prinzip erinnert einen zwar auf den ersten Blick an Praktiken aus dunkler Vergangenheit, soll aber ein hochaktuelles Problem lösen. Und anders als einst auf Sklavenmärkten soll derjenige profitieren, der „versteigert“ wird. Wie Andreas Depner, der Gründer von Bid4expert24erzählt, war sein Ausgangspunkt der Fachkräftemangel in vielen Branchen. „Ich habe lange darüber nachgedacht und mich gefragt: Wie kann man das lösen?“ Den klassischen Weg zum Job hält er für überholt, er will den Bewerbungsprozess einfacher und anonymer machen.

Wer sich auf seiner Plattform als „Experte“ registriert, ist erstmal nur eine Nummer. „Zu Beginn sind die Experten nicht mit ihrem Namen sichtbar, nur mit ihrem Beruf und ihren Fähigkeiten“, erklärt Depner. Stoßen dann Unternehmen auf die anonymisierten Profile, können sie eine Freischaltung anfragen.

„Dann kann der Bewerber entscheiden, ob er seine Daten für das Unternehmen freigeben will“, so Depner weiter. So könne man etwa verhindern,dass das eigene Profil von der Firma entdeckt wird, bei der man aktuell noch arbeitet.

Die Anonymität soll zudem Diskriminierung vorbeugen. „Das Unternehmen sieht nicht, ob das Profil des Experten zum Beispiel zu einer Frau oder einem Mann gehört. Es sieht nur die Fähigkeiten“, sagt

Depner. Hat der Experte die Freischaltung genehmigt, kann das Unternehmen ihn zum Bewerbungsgespräch einladen. „Dazu muss das Unternehmen aber zuerst ein Angebot mit Gehalt, Wochenstunden, Urlaub und sonstigen Vorteilen abgeben.“Auf diese Weise seien die wichtigsten Punkte schon mal vor dem Gespräch schriftlich fixiert, erklärt Depner. Außerdem könnten sich beide Seiten das Bewerbungsgespräch sparen, wenn schon im

Vorhinein klar ist, dass die Gehaltsvorstellungen zu weit auseinanderliegen.

Bewerben sich mehrere Unternehmen um dieselbe Fachkraft, dann kommt der Auktionsmechanismus ins Spiel. Die Unternehmen sehen die Angebote der anderen Firmen und erhöhen im Idealfall ihr Angebot, um das Rennen um die Fachkraft zu gewinnen. Der letztlich beim Bewerbungsgespräch vereinbarte Lohn dürfe zwar immer noch über, doch nie unter dem auf der Plattform ausgehandelten liegen, erklärt Depner.

Unternehmen, die sich bei Bid4expert24 registrieren, müssen eine Jahresgebühr zahlen, ebenso für jede Freischaltung von Bewerberprofilen. „Das soll die Datensammelwut der Unternehmen eingrenzen“, erklärt Depner. Zudem soll die Gebühr sicherstellen, dass die Unternehmen ihr Interesse an dem Kandidaten auch ernst meinen. Noch finden sich erst wenige Experten und Unternehmen auf der Plattform. Die Internetseite sei erst vor Kurzem online gegangen, sagt Depner. An dem Projekt arbeitet er jedoch schon mehrere Jahre, erzählt er. Sein Geld verdient der 41-jährige als IT-Systemkaufmann in Augsburg. Das Jobportal ist sein privates Herzensprojekt. „Man kann es fast als mein drittes Kind bezeichnen“, sagt der alleinerziehende Vater.

Zu den Unternehmen, die die Seite bereits nutzen, zählt die Aufbereitungstechnologie Noll GmbH. Das Familienunternehmen aus Bobingen stellt Maschinen für die industrielle Aufbereitung und Verarbeitung von Pulvern her. Prokuristin Bettina Noll findet vor allem die andere Herangehensweise toll: „Das ist einfach mal was anderes, hier gehe ich als Firma auf den Jobsuchenden zu und nicht andersherum.“Dies gebe ihrem Unternehmen neue Möglichkeiten, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Diese Art und Weise neue Mitarbeiter zu finden gebe es noch nicht auf dem Markt, sagt Noll. „Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt, wenn mehr Unternehmen die Seite nutzen und dann auch das Bieten um die Fachkräfte losgeht.“

Augsburg - IHK-Wirtschaftsmagazin für die Region Schwaben 7-8 2020:

Das neue Start-up Bid4expert24 soll als Jobplattform Fachkräfte und Arbeitgeber zusammenbringen. Das Unternehmenskonzept des Gründers Andreas Depner basiert auf dem Auktions-Prinzip. Unternehmen können um die Wette bieten und die attraktivsten Fachkräfte ersteigern. „Man kann es sich wie eine Singlebörse vorstellen, wo sich beide Seiten finden. Natürlich nur unter der Anonymität der Unternehmen“, sagt Depner.
Der Königsbrunner hat sich mit seinem Start-up einen lang ersehnten Traum erfüllt. Seit über zehn Jahren ist der gelernte IT-Systemkaufmann und IHK-Wirtschaftsfachwirt im Vertrieb tätig. „Fachkräfte werden überall händeringend gesucht. Die Suchenden und die anbietenden Unternehmen sollen es künftig leichter haben“, sagt Depner. Arbeitnehmer mit einer soliden Fachausbildung registrieren sich kostenfrei und erstellen ein persönliches Profil. Jedem Bewerbungsprofil wird eine Nummer zugewiesen — die Bewerber bleiben anonym. Das Thema Datenschutz war laut Depner im Vorfeld sehr aufwendig umzusetzen. Auch die Unternehmen legen Profile an. Die Registrierung kostet eine einmalige Einrichtungsgebühr sowie eine monatliche Grundgebühr. Zudem zahlt man für jedes eingesehene Expertenprofil. Wegen der Corona-Pandemie bietet Depner einen Großteil der Dienstleistungen aktuell kostenlos an.
Registrierte Unternehmen können mithilfe eines Suchfilters ihre Fachkraft finden und Angebote abgeben: zu den Pflichtvergütungen wie Gehalt, Arbeitszeiten, Urlaubstage, aber auch mittels frei def¬nierbarer, zusätzlicher Leistungen wie Auto, Getränke-flat, Betriebssport und vieles mehr. „Die Firmen können sich quasi überbieten“, sagt Depner zu seiner Idee. Die Fachkraft vergleicht diese Angebote und kann dann Termine für Bewerbungsgespräche vereinbaren.
Kommt es in der Folge zu einem Arbeitsvertrag, sind die bei Bid4expert24 ersteigerten Vergütungen bindend. Zusatzvergütungen zum Vorteil des Arbeitnehmers sind jederzeit möglich. Das Portal umfasst den gesamten deutschsprachigen Raum.
Bei der IHK Schwaben ließ sich Andreas Depner während der Gründungsphase von IHK-Existenzgründerberater Jürgen Wager beraten. Zudem war er mit dem Gründerzentrum in engem Kontakt. Das Angebot werde mit der Steigerung der Bekanntheit des Portals wachsen, ist sich Depner sicher.

Der zielstrebige Auszubildende (r) / Azubi:

Gerade mit der Schule fertig und nun den Start ins Berufsleben wagen? So geht es Azubis.

 

Azubis oder Werkstudenten sind besonders am Anfang noch unerfahren. Sie haben bisher noch keine wirkliche Berufserfahrung gesammelt und sollen nun zum ersten Mal in einer Firma mitarbeiten. Dies ist für junge Menschen eine enorme Herausforderung. Ein guter Azubi lässt sich jedoch von dieser neuen Situation kaum aus der Ruhe bringen. Unsicherheiten sind zu Beginn normal, aber wenn ein Azubi zielstrebig und motiviert bei der Sache ist und Fragen stellt, legen sich diese schnell. Wenn im Laufe der Zeit dennoch eine Aufgabe auftritt, mit der sie nicht zurechtkommen, fragen gute Azubis/Werkstudenten nach, anstatt einen Fehler zu machen. Sie befinden sich nämlich einfach noch in der Ausbildung und können noch nicht alles. Azubis sollten ihre Fähigkeiten also realistisch einschätzen können, ohne sich zu viel oder zu wenig zuzumuten und auch in der Lage sein, für ihre eigenen Fehler Verantwortung zu übernehmen.

Der zielstrebige Azubi versucht, sich selbst einzubringen und zu helfen, wo es geht, ohne zu aufdringlich zu werden. Schließlich möchte er lernen, welche Aufgaben sein Beruf umfasst und wie diese zu bewältigen sind. Ein guter Azubi zeichnet sich also durch Wissbegierde und Einsatzbereitschaft bei allen anfallenden Tätigkeiten aus, welche er konzentriert und fokussiert erfüllt. Dabei ist ein Azubi auch bereit, mal Überstunden zu machen, wenn im Betrieb gerade sehr viel zu erledigen ist. Er zeichnet sich somit durch Flexibilität aus, muss sich aber auch nicht alles gefallen lassen. Wichtig ist zudem, dass der Azubi sich bei der Arbeit auch wirklich nur um seine berufliche Tätigkeit und nicht um private Angelegenheiten kümmert. Das bedeutet zum Beispiel, dass er nicht während der Arbeitszeit ständig sein Handy auf neue Nachrichten kontrolliert. Entweder ein Azubi erledigt derartiges in der Pause, oder er fragt bei dringenden persönlichen Problemen, ob es in Ordnung ist, zwischendurch kurz Kontakt mit anderen Personen aufzunehmen.

Ein weiteres Merkmal eines guten Azubis ist seine Begeisterung für den Beruf. Nachdem sie endlich die Schule geschafft haben und nun nur noch die Berufsschule besuchen, freuen sich die meisten Azubis über die neue Abwechslung. Diese Freude sollte während der gesamten Ausbildungszeit und auch darüber hinaus erhalten bleiben, damit der Azubi den Beruf gerne und motiviert ausübt. Auch wenn es Ausbildungsabschnitte oder Themengebiete gibt, die dem Azubi weniger liegen oder weniger Spaß machen, sollte er trotzdem Durchhaltevermögen zeigen, um sein Ausbildungsziel problemlos zu erreichen.

Der Azubi hat sich in der Regel bewusst für einen bestimmten Ausbildungsplatz entschieden und sich vorher Gedanken gemacht, welche Stärken und Interessen ihn auszeichnen. Daher sollte der zielstrebige Azubi bereits grundlegende Vorkenntnisse haben und – zum Beispiel bei handwerklichen Berufen – entsprechendes Geschick mitbringen, damit die Ausbildung für alle Beteiligten erleichtert wird.

Zuverlässigkeit ist eine weitere wichtige Eigenschaft, die ein guter und zielstrebiger Azubi mitbringen sollte. Wenn er Aufgaben anvertraut bekommt, sollte er diese gewissenhaft und rechtzeitig erledigen. Auch Pünktlichkeit beim Erscheinen zur Arbeit zählt zu diesem Punkt. Nur wenn man sich auf den Azubi wirklich verlassen kann, werden ihm auch Aufgaben übertragen und nur so kann der Azubi weiterkommen und auch seine Firma weiterbringen.

Neben den bisher genannten fachlichen Kompetenzen und Eigenschaften, die ein Azubi aufweisen sollte, spielt auch das persönliche Verhalten des Auszubildenden eine entscheidende Rolle. Ein guter Azubi verhält sich stets höflich gegenüber Kollegen und Kunden. Er kann gut im Team arbeiten und somit seine Leistungen verbessern und Neues lernen. Mit auftretenden zwischenmenschlichen Konflikten geht er besonnen und lösungsorientiert um.

Der zielstrebige Azubi gibt ehrliche und konstruktive Kritik, wie man die Ausbildung verbessern könnte, wenn er danach gefragt wird. Auch wenn der Azubi irgendwelche Anliegen oder Probleme hat, bringt er diese offen, aber höflich, zur Sprache. umgekehrt sollte der Azubi konstruktive Kritik, zum Beispiel von seinem Ausbilder, annehmen und beherzigen, denn der Ausbilder möchte den Azubi weiterbringen und nicht grundlos kritisieren. Kollegen eigenständig nach Verbesserungsvorschlägen bei der Arbeit zu fragen zeigt, dass es dem Azubi wichtig ist, seine Fähigkeiten auszubauen.

Die Ausbildung in Deutschland ist dual, das heißt, dass sie aus Berufsschule und der Arbeit im Betrieb besteht. Auch wenn die meisten Azubis froh sein dürften, nicht mehr so regelmäßig in die Schule gehen zu müssen wie früher, sollten sie diese dennoch nicht vernachlässigen, da die Berufsschule Teil der Ausbildung ist. Da die Ausbildungsstelle die Schulnoten des Azubis sowieso früher oder später erfährt, sollte ein guter Azubi nicht versuchen, schlechte Leistungen zu verheimlichen, sondern ehrlich mit dem Ausbilder reden, um zum Beispiel herauszufinden, warum die entsprechende Note entstanden ist.

In Bezug auf Werkstudenten gilt, dass sie nicht aufgrund ihrer Arbeit ihr Studium vernachlässigen dürfen, sondern die Arbeit als Werkstudent als Ergänzung sehen sollten, die ihnen die Möglichkeit gibt, erste praktische Erfahrungen in dem jeweiligen Berufsfeld zu sammeln.

 

Die wichtigsten Kompetenzen eines zielstrebigen und guten Azubis oder Werkstudenten sind also einerseits Zuverlässigkeit, Wissbegierde und fachliches Können, aber auch Kommunikations- und Teamfähigkeit. Wenn ein Azubi diese Fertigkeiten aufweist, wird die Ausbildung ein voller Erfolg.

Der perfekte Job:

Wer träumt nicht davon, den perfekten Job zu finden?

Davon, einen Beruf auszuüben, der vielleicht sogar Berufung ist? Jeder hat bestimmte Vorstellungen, wie der perfekte Job aussehen soll. Er soll abwechslungsreich, erfüllend und gut bezahlt sein. Zunächst muss dabei natürlich jeder selbst herausfinden, welche Interessen man hat, was einem liegt. Wenn man dann zu einer Entscheidung gekommen ist, welcher Job infrage kommt oder wenn man bereits einen Beruf erlernt hat, fehlt noch die passende Stelle. Neben dem allgemeinen Profil eines Berufs entscheiden verschiedene weitere Kriterien wie Gehalt, Arbeitsbedingungen, Arbeitsklima oder Work-Life-Balance darüber, wie gut einem ein Job wirklich gefällt. Die einzelnen Bereiche fallen für jeden Menschen unterschiedlich stark ins Gewicht, spielen bei der Auswahl des Traumberufes jedoch immer eine entscheidende Rolle.

Das Gehalt ist bei den meisten Berufen ein wichtiger Faktor, denn jeder möchte, dass seine Leistungen auch entsprechend anerkannt werden. Eine faire Bezahlung ist daher auch maßgeblich, um qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte zu finden und an ein Unternehmen zu binden. Viele Menschen betonen jedoch auch, dass Gehalt für sie nicht alles ist. Der Beruf soll auch Spaß machen, den eigenen Interessen entsprechen und gute Arbeitsbedingungen bieten. Wenn diese Punkte erfüllt sind, verzichten einige Personen lieber auf Geld, anstatt einen gut bezahlten Beruf ungern auszuüben.

Der perfekte Job soll fordern und fördern, aber nicht überfordern. Jeder Mitarbeiter sollte gemäß seinen Fähigkeiten und Kenntnissen eingesetzt werden, sodass er sich weder gelangweilt fühlt noch mit den Aufgaben nicht zurechtkommt. Dann gelingt es auch, dass man begeistert von seinem Job und den damit verbundenen Aufgaben ist und gerne arbeitet.

Der Traumberuf sollte nicht nur gerecht entlohnt werden und Freude bereiten, er sollte auch ausreichend Zeit für die Familie und Freizeitaktivitäten lassen. Dieser Ausgleich zur Arbeit gewinnt zunehmend an Bedeutung, weshalb ein Beruf möglichst flexible Arbeitszeiten bieten sollte. Dazu zählt auch die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten oder die Wochenarbeitsstunden vorübergehend zu reduzieren, um sich zum Beispiel verstärkt der Familie widmen zu können. An die jeweiligen Lebensbedingungen angepasste Arbeitszeitmodelle bestimmen also wesentlich, ob der Beruf, den man ausübt, auch wirklich der perfekte Job ist.

Gerade wenn man sich eine Zukunft aufbauen möchte, zum Beispiel demnächst Wohneigentum erwerben möchte, braucht man auch die Sicherheit, dass der Arbeitsplatz erhalten bleibt. Ein sicherer Arbeitsplatz ohne befristete Verträge ist daher ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach dem perfekten Job.

Mit den Kollegen nach Feierabend noch einen Kaffee trinken gehen? In einer entspannten Atmosphäre mit netten Kollegen macht die Arbeit gleich noch viel mehr Spaß. Man hilft sich untereinander, lernt voneinander und kann die Arbeit so unkompliziert und mit Freude erledigen. Offenheit und Respekt gegenüber allen Kollegen sowie Gleichberechtigung sind beim perfekten Job Grundvoraussetzung. Auch Vorgesetzte sollten gegenüber ihren Mitarbeitern nicht überheblich und arrogant auftreten. Ebenso befürworten viele Arbeitnehmer flache Hierarchien in ihrem Beruf. Bei einem guten Arbeitsklima arbeitet jeder gerne in dem Beruf und erbringt auch höhere Leistungen, weil man sich am Arbeitsplatz wohl und anerkannt fühlt. Sollten bei der Arbeit oder beim Umgang mit Kollegen dennoch Probleme auftreten, sollte es am Arbeitsplatz die Möglichkeit geben, diese ohne Furcht vor Ablehnung anzusprechen, auch gegenüber Vorgesetzten. Sie sollten immer ein offenes Ohr für die Belange und Sorgen ihrer Mitarbeiter haben, da diese das Unternehmen am Laufen halten. Zudem lassen sich viele Probleme durch offene Gespräche häufig leicht aus der Welt räumen, wodurch weitere Konflikte und Schwierigkeiten vermieden werden. Ebenso wichtig wie die Kommunikation vom Mitarbeiter „nach oben“ ist die Kommunikation der Führungsetage mit den Angestellten. Besonders wichtige Entscheidungen, die die ganze Firma oder einzelne Mitarbeiter betreffen, sollten transparent vermittelt werden und auch immer zuerst den Angestellten – und nicht Außenstehenden – mitgeteilt werden. Dadurch fühlt man sich als Arbeitnehmer in dem Betrieb auch als Mensch respektiert.

Jeder Angestellte hat bestimmte Ideen oder Ansätze, die der Entwicklung eines Unternehmens helfen oder den eigenen Arbeitsplatz verbessern können. Diese Ideen müssen aber auch gehört werden. Daher gehört zum Traumberuf, dass jeder Mitarbeiter Vorschläge einbringen kann, die ernstgenommen und – wenn sie gut sind – auch umgesetzt werden, um Abläufe in der Firma oder Dienstleistungen und Produkte zu verbessern.

Ein weiterer entscheidender Punkt, der den perfekten Job ausmacht, bezieht sich auf den Grad der Eigenständigkeit und Eigenverantwortung. Wenn ein Mitarbeiter neu in ein Unternehmen kommt, kennt er sich mit dem verwendeten System und den Arbeitsabläufen zunächst meist nicht gut aus. In dieser Anfangszeit ist eine intensive Einarbeitungszeit besonders wichtig, da diese dem neuen Angestellten Sicherheit bei der Arbeit vermittelt und bei der Eingliederung in die Unternehmensstruktur hilft. Mit der Zeit findet man sich aber ein und wünscht sich, zunehmend selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten zu können. Je nachdem, wie viel Verantwortung und Selbstständigkeit der Mitarbeiter anstrebt, sollte der perfekte Job entsprechende flexible Möglichkeiten bieten, diese auszuüben.

Es nützt der Firma und dem Mitarbeiter, wenn Weiterbildungen und Karrieremöglichkeiten angeboten werden. Gerade Fachkräften mit hohen Karriereambitionen sind Aufstiegschancen bei der Wahl des perfekten Jobs sehr wichtig. So würdigt einerseits das Unternehmen die Anstrengungen des Mitarbeiters, andererseits lernt auch der Angestellte viel Neues und sammelt wichtige Erfahrungen, welche wiederrum die Firma weiterbringen.

Der perfekte Job umfasst also sehr viele Faktoren. Man muss für sich selbst entscheiden, welche Merkmale bei der Auswahl des perfekten Jobs im Vordergrund stehen. Dass eine Stelle alle Kriterien vollständig erfüllt, wird vermutlich nicht vorkommen. Dennoch hat jeder die Chance, anhand der individuellen Vorstellungen vom perfekten Job den Beruf zu finden, der so viele Wünsche wie möglich umsetzt und somit der eigene, ganz persönliche Traumjob ist.

 

 

Der gewünschte Arbeitgeber:

Bereits in Kindes Alter prägen sich Firmen wie Grundig, Siemens, Apel ein. Besonders ist die Firma für ein Kinder der Favorit in der die Eltern arbeiten. Im reiferen Kindesalter werden die Unternehmen interessant die mit dem Hobby in Verbindung stehen. Welches Kind hat nicht schon mal vom Rennfahrer, oder von einem Job als Modell geträumt? ES kommt der Tag, an dem die Schüler der Abschlussklassen entscheiden müssen, bei welchem Arbeitgeber die Ausbildung gewünscht ist. Studenten von der Fachhochschule müssen ein Praktikum machen. Immer wieder muss ein Azubi, Student, oder Arbeitnehmer die Entscheidung treffen, in welchem Unternehmen will ich arbeiten. Die Zeiten haben sich in den letzten 20 Jahren drastisch gewandelt. Von Fachkräfteüberhang zum Fachkräftemangel. Vielen Unternehmen können Auftrage nicht ableisten, weil Ihnen die geeignete Fachkraft fehlt. Das Know-how, welches für den Wachstum der Firma wichtig ist, muss entweder von einem externen Dienstleister teuer eingekauft werden, oder das Unternehmen investiert und sucht den Mitarbeiter mit dem benötigten Wissen. Das haben mittlerweile die Arbeitgeber erkannt und werben mit einfallsreichen Vergütungen und Bonis um die Experten. Große Unternehmen haben schon vor Jahren begonnen mit Universitäten und Schulen zusammen zu arbeiten und rekrutieren die Ausgesuchten bereit in der Schulzeit oder in den Anfangszeiten des Studiums. Das wiederum heißt, dass sich die Experten den Arbeitgeber aussuchen können.

Nur, für welchen Arbeitgeber soll sich die gesuchte Fachkraft entscheiden?

Arbeitgeber werben um die Gunst der Experten mit W-Lan für die Belegschaft. Damit verbunden sind mobile Geräte wie Handys erlaubt.

Ein Parkplatz für die Autofahrer, nahe der des Büros ist nicht zu unterschätzen. Hier kommt der Kollegen schnell in Büro. Was ein Vorteil bei Regen oder Windgestöber bietet.

Oft mals zu hören sind vergünstigte Eigenprodukte. Ist der Arbeitgeber zum Beispiel ein Autohersteller, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, ein Auto dieses Herstellers sehr günstig zu erwerben.

Die Nutzung des Firmenfahrzeuges für den privaten Bereich wird sehr gerne von Arbeitnehmern gesehen. Nach wie vor ist ein teures Auto immer noch ein Statussymbol. Egal ob man es gekauft, geleast oder von der Arbeit im der 1%-Regelung bezahlt. Wenn du mit einem teuren Auto auf der Autobahn einen Sportwagen auf linder Spur überholst, dann wird nicht die Finanzierung angesprochen, sondern „wieviel PS hat der unter der Haube?“.
Für Leitungspositionen wird ein gestelltes Fahrzeug erwartet und auch gewünscht. Es muss jedoch angemessen sein.

Der Arbeitgeber als Statussymbol. Wer kennt das nicht, „der arbeitet bei Siemens in der Buchhaltung“ oder „meine Frau ist Marketingleiter bei BMW in München“. Sobald man die Firma von großen Konzernen hört, verbinden die Menschen Beständigkeit und solides Fundament damit. Diese Konzerne haben es aber auch erkannt, dass nicht nur die Größe des Unternehmens entscheidend für die Mitarbeitersuche ist, sondern auch die Weiterentwicklung im Unternehmen.

Ein weites Auswahlkriterium für welchen Arbeitgeber man sich entscheidet ist, welche Perspektiven bietet mir das Unternehmen intern? Der Aufstieg in der Abteilung ist ein üblicher Weg, der gerne gelebt wird. Jedoch verändern sich die Interessen der Mitarbeiter im Lauf der Zeit. Dann müssen Querentwicklungen (Quereinsteiger) die Möglichkeiten eingeräumt werden sich anderen Tätigkeiten anzunehmen. Flexibilität und das Angebot sich in weiteren Abteilungen zu Entwickeln, schafft für jeden Mitarbeiter einen sehr interessanten Weg die eigene Karriere zu gestallten.

Es gibt sehr viele Vergütungsmöglichkeiten mit den die Arbeitgeber die Experten locken können. Man sollte sich jedoch nicht nur über die Materiellen Vergütungen Gedanken machen, sondern auch über die „Work-Life-Balance“. Gerne verzichten Fachkräfte auf einen Parkplatz neben dem Eingang, wenn die Arbeitsstätte um die Ecke ist. Gerne auch, wenn die Möglichkeit besteht von Daheim zu arbeiten.

In vielen Betrieben ist es bereits üblich, das Modell der Gleitzeit. Hier können die Angestellten außerhalb einer Kernzeit selbst entscheiden wann sie in die Arbeit kommen und wann der Feierabend beginnt. Für Eltern ist es natürlich eine Erleichterung, wenn Sie auf dem Arbeitsweg die Kinder erst in den Kindergarten oder Schule bringen können, bevor sie anschließend in die Arbeit fahren.

Nicht zu unterschätzen ist der begehrte Kaffee. Was muss das für ein toller Arbeitgeber sein, der leckeren Kaffee kostenlos im Betrieb anbietet. Gemeinsame Kaffeepausen, in denen die Kollegen sich treffen und austauschen können. Ein weiterer nicht erkannter Arbeitsplatz, an dem schon manche Ideen entwickelt wurden und Geschäfte vereinbart wurden. Wo stände die Welt, wenn Isak Newton im Büro verweilt hätte, als der Apfel vom Baum fiel? Der Kaffee ist der einzige dem es zuzutrauen ist vielen Mitarbeitern oder dein Team für eine kurze Zeit auf einen Nenner zu bringen.